Angelika Reitzer

Angelika Reitzer

hat ein Gespür für Figuren und Wünsche, die wir alle kennen

 

Angelika Reitzer (Foto (c) Peter Rigaud)

Angelika Reitzer (Foto (c) Peter Rigaud)

„Taghelle Gegend“ (2007) und „Frauen in Vasen“ (2008), so lauteten die Titel der ersten beiden Bücher von Angelika Reitzer. Darin ließ sie ihre Figuren scheinbar ziellos durch Städte und mögliche Lebensentwürfe treiben. Im Roman „Unter uns“ (2010) sind die ProtagonistInnen dann schon so sehr mitten im Leben angekommen, dass sie wieder aussteigen wollen aus ihren prekären Ensembles. „Obwohl es kalt ist draußen“ (Jung und Jung 2018) lautet der Titel ihres neuen Romans.
Angelika Reitzer wurde 1971 in Graz geboren, lebt seit 2001 in Wien, studierte in Salzburg und Berlin Germanistik und Geschichte, lehrt am Institut für Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien, macht Lesungen und Vorträge im In- und Ausland und leitet Schreibwerkstätten. 2009 bis 2016 war sie redaktionelle Mitarbeiterin und Moderatorin bei der Reihe Textvorstellungen sowie für literarische Neuerscheinungen in der Alten Schmiede Wien.
„Obwohl es kalt ist draußen“ ist eine Liebesgeschichte. Eine Geschichte, die wärmt, die vom Glück erzählt, die aber niemals darauf vergisst, auch die Schattenseiten aufzuzeigen. Denn Glück ist ein zartes Pflänzchen, das gehegt werden will und im Schattenreich gedeiht Zwiespalt.
Angelika Reitzers Sprache ist immer poetisch und gegenwartsverhaftet. Ihre Romane und Erzählungen sind immer auf der Höhe der Zeit, ihre Figuren sind sehr vertraut, Probleme und Wünsche der Figuren ebenso. Da der Plattenaufleger, Fahrradfahrer und Fußballfan – dort die Wochenendtänzerin, Mittwochstennisspielerin und Biertrinkerin. Da das Leben – dort das Glück. Reitzer zeigt, dass auch der Glückspfad eine Gratwanderung ist und wie schön die Aussichten am Grat wandernd sein können.

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