Markus Orths

Markus Orths

einmal Kosmos und zurück zur Lesereise …

 

Markus Orths (c) Yves Noir

Markus Orths (c) Yves Noir

Er war von Anfang an dabei. Beim allerersten Prosafestival. Wir wollen nicht sagen, wie lange das schon her ist. Lange auf jeden Fall. Kurz zuvor – so viel steht fest – war der 1969 in Viersen geborene und in Karlsruhe bewahlheimatete Tausendsassa Stadtschreiber in Schwaz in Tirol. Das Jahr in dem sein erstes Buch erschien: „Wer geht wo hinterm Sarg“. Schöner Titel. Seitdem sind weitere 4 Erzählbände erschienen und 8 Romane, die in über 20 Sprachen übersetzt sind.
2014 trieb er es besonders bunt und erfand gleich zwei neue Welten: einmal das Walle-Wackel-Land mit seiner Treibsandpampa, dem Fliederfluss und dem Windigen Hügel, der Schluchzenden Schlucht und dem traurigen Tal und seinen BewohnerInnen, allen voran Billy Backe und Polly Posthörnchen. Der Eintritt in dieses Land ist ab 5 Jahren schwer anzuraten.
Etwas älter sollte man sein, wenn man die opulente zweite Welt betritt, die Orths in „Alpha & Omega“ erschuf. Außer natürlich, man hat ein Quadrupelhirn! Aber wer hat das in unseren Zeiten schon? Eben nur die kleine Omega. Ein durchaus ungewöhnlicher Mensch, ein wunderschönes, vollkommen kahles schwarzes Mädchen, das erste Wesen mit drei Gehirnhälften, sprich -dritteln. Es verfügt über telekinetische Kräfte und rettet im Jahr 2021 die Welt vor dem sicheren Untergang. Wie es dazu kommt – selber lesen. „Alpha & Omega“ zieht den Leser in ein knallbuntes schwarzes Loch, so, als hätte Tristram Shandy bei Douglas Adams angedockt. Das muss als Leseempfehlung genügen.
2017 erschien Orths’ vielgelobte Romanbiographie über den Maler Max Ernst. Er bildet den Surrealisten und frühen Dadaisten collagenhaft in sechs Schichten ab. Ernst hätte seine Freude damit. Sechs Kapitel für sechs Frauen und fast ein Jahrhundert.
Und soeben erschien noch der Erzählband „Aber sonst geht es mir gut“ (ars vivendi, 2018). Na klar doch, mit Orths immer.

Advertisements